Aschfeld
Die Historische Kirchenburg im Gemeindeteil Aschfeld, die auf einer Erhöhung liegt, hatte für die Dorfbewohner zwei Funktionen. Zum einen schützte sie als Zufluchtsstätte im Mittelalter die Menschen vor feindlichen Angriffen und zum anderen dienten ihre unterkellerten Gaden als Vorratskammern. Manche dieser Räume sind noch immer mit Doppeltüren ausgestattet, die früher für eine gleichmäßige Gärtemperatur beim Heranreifen der Weine sorgten. Eine der Kellertüren trägt die Jahreszahl 1527, jedoch wird die Kirchenburg viel älter geschätzt, wenn auch unterschiedliche Bau- und Erneuerungsperioden den Stil prägten. Der „umfriedete Hof“ wurde durch mehrere Jahrhunderte genutzt. Durch ihre Lage an einer einst bedeutenden Straße am Ostrand des Dorfes mit einer Breite von 22 Metern- die Heerstraße Würzburg/Fulda - begründet sich wahrscheinlich ihre für die damaligen Verhältnisse gute Ausstattung, wie z. B. der Ziehbrunnen im Innenbereich.
Die Kirchenburg wurde selten angegriffen und niemals eingenommen, denn das Eindringen in den sogenannten „Heiligen Bezirk“ mit Kirche und Friedhof bedeutete eine Verletzung des Gottesfriedens. In den Jahren 1981 bis 1998 wurde die Kirchenburg restauriert und wird nun als geschichtliches, dörfliches Heimatmuseum genutzt.
Gästeführungen in der Kirchenburg Aschfeld: „Die gute alte Zeit“ zum Anfassen! Führungen mit Lore Göbel durch die 18 Gaden und Keller in der Historischen Kirchenburg in Aschfeld.
Info und Anmeldung bei: Lore Göbel, Tel. 09350/379,
goebel-lore@t-online.de